Gründe für betriebliche Bildungsarbeit 

Die Notwendigkeit von Weiterbildung leiten sich aus den hohen Anforderungen an die Mitarbeiter ab. Die Qualifikation der Mitarbeiter, bestimmen wesentlich die Qualität und Quantität der betrieblichen Leistung. Aufgabe der Weiterbildung ist es daher, durch zielgerichtete, geplante und systematische Weiterbildung die erforderliche aktuelle und zukünftige Qualifikation der Mitarbeiter zu sichern.


Anpassung an den raschen technologischen Wandel


Die Verwendung neuer Technologie ist heute maßgeblich für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Gezielte Weiterbildung ermöglicht die Anhebung der Qualifikation der Mitarbeiter auf den neuesten technologischen Stand, wobei zugleich mehrere Funktionen erfüllt werden: den Mitarbeitern werden im Rahmen der Aus- und Weiterbildung Ängste oder die Ablehnung von neuen Technologien genommen; stattdessen erhalten sie die Sicherheit, mit dem technologischen Einsatz effizienter und besser arbeiten zu können. Zudem wird durch praxisorientierte Wissensvermittlung eine rasche Umsetzung der neu erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten erreicht, wodurch sich die Anschaffung der neuen Technologie frühestmöglich zu rentieren beginnen.


Schaffung von Wettbewerbsvorteilen - Innovationen fördern


Der Geschäftserfolg hängt wesentlich davon ab, die zentralen Probleme der Kunden sichtbar besser lösen zu können als die Mitbewerber - das heißt, ein Unternehmen muss im Verhältnis zur Konkurrenz einen relativen Vorsprung herausarbeiten. Dabei sind die Mitarbeiter unbestritten ein wichtigstes Instrumentarium. Mit dem Qualitätsstandard der Mitarbeiter/Innen verhält es sich allerdings wie mit dem Versuch, gegen den Strom zu schwimmen: Hört man auf zu schwimmen, treibt es einen sofort zurück. Jeden Tag verändert sich das Niveau ihrer Fähigkeiten im Verhältnis zu Wettbewerbern positiv oder negativ. Damit stellt sich für jedes Unternehmen die ganz zentrale Frage: Was haben wir heute getan, dass wir morgen noch dabei sind und uns von der Konkurrenz positiv abheben?


Wie hoch schätzen Sie die derzeitige Nutzung des Kreativitätspotentials aller Ihrer Mitarbeiter?  

Kundenzufriedenheit, ein Schlüsselbegriff in stürmischen Märkten


Entscheidende Faktoren sind die Kundentreue und die Qualität der Mitarbeiter.

In keiner Bilanz sind diese Faktoren näher bestimmt und trotzdem haben sie großen Einfluß auf die Geschicke eines Unternehmens. Die Probleme der Kunden spürbar besser lösen und durch einwandfreie Produkte, durch echte Dienstleistung und durch Kundenbetreuung, schaffen Sie den Schritt von der Kundenbearbeitung hin zur Kundenzufriedenheit. Veränderte ökonomische und soziale Bedingungen, im Unternehmen und in den Umweltbeziehungen, sind dadurch deutlich spürbar.

Die Vermittlung wichtiger Fähigkeiten und Fertigkeiten kann sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen betreffen. Im Rahmen betrieblicher Aus- und Weiterbildung werden die Mitarbeiter für ihren aktuellen Aufgabenbereich „fit" gemacht; zudem können sie auf zukünftige, Aufgaben optimal vorbereitet werden.


Arbeitsabläufe optimieren


Durch gezielte Weiterbildung kann eine Optimierung der Arbeitsabläufe, sowie eine damit verbundene Effizienzsteigerung erreicht werden. Allerdings ist es dabei wichtig, zuerst das Optimierungspotential im Unternehmen richtig zu ermitteln: liegt es im Können (Kenntnisse und Fähigkeiten), im Wollen (Motivation), in der Ausstattung der Arbeitsumgebung der Mitarbeiter oder in der Organisation?
Am besten können diese Faktoren in einer Bedarfserhebung festgestellt werden. Wenn mögliche Ansätze für eine Veränderung geklärt und gewünschte Veränderungsziele konkretisiert sind, kann nach der konkreten Lösung gesucht werden.


Nutzung der Fähigkeiten und Fertigkeiten


Um vorhandene Kompetenzen und Stärken der Mitarbeiter und das Optimierungs-potential zu erfassen, kann im Rahmen der Planung betrieblicher Aus- und Weiterbildung eine Potentialanalyse durchgeführt werden. Damit können die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter noch besser genutzt und gezielter eingesetzt werden.


Human-Capital


Nur wer sich rechtzeitig und gezielt um die Erhaltung und Förderung des vorhandenen Mitarbeiter/Innen-Potentials kümmert, wird auf Dauer über den erforderlichen Stamm an qualifizierten Fach- und Führungskräften verfügen.

Die Fähigkeit, schneller zu lernen als die Konkurrenz, ist vielleicht der einzig wirklich dauerhafte Wettbewerbsvorteil“ sagte Arie De Geus (Planungsleiter von Royal Dutch/Shell), und er ergänzte: „Ich weiß, dass Ausbildung heute fast unbezahlbar geworden ist, aber noch teuerer ist es darauf zu verzichten“


Zeigen, wie es geht


Jeder kann einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten und ein positives Klima für die Weiterbildung fördern. Lernen ist auch Leistung und sollte Anerkennung finden. Die Einstellung der Unternehmensleitung prägt die Haltung der Mitarbeiter zur Bildung und deren Offenheit auch neue Wege zu gehen. Zwischen der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter, dem Engagement, der Leistung und dem gemeinsamen Erfolg besteht unbestritten ein enger Zusammenhang. Eine förderndes Team - vom Chef bis zur Poststelle - trägt jeder zum besseren Betriebsklima bei. Jeder verstärkt damit das Engagement und die Motivation, verbessert das Leistungs- und Sozialverhalten, verringert Fluktuation und Fehlzeiten und steigert gleichzeitig die innerbetriebliche Kommunikation und Kooperation.

Die häufigsten Einwände im Trainingsbereich

(oder "was Sie vermeiden sollten")

Der "Keine Zeit"-Einwand
In guten Zeiten müssen die Geschäfte laufen, in schlechteren gibt es Wichtigeres zu tun, als sich um Weiterbildung zu kümmern. Zeit ist gerade bei Klein- und Mittelbetrieben ein wichtiger Faktor, der enorme Einschränkungen mit sich bringt. Hier sind individuelle Belange zu berücksichtigen.


Der "Kein Budget"-Einwand


Die betriebliche Ausbildung dann planen, wenn es die richtige Maßnahme ist! Ohne Bedarfserhebung ist die Gefahr falscher Maßnahmen groß. Auch unpräzise Lernvorgaben und Trainingsziele erhöhen die Kosten. Derzeit gibt es Schätzungen, daß ca. 50% der Trainingsausgaben zu keiner Verbesserung führen. D.h. Unternehmen können wahrscheinlich Ihr Budget kürzen, wenn mehr Zeit für die Planung aufgewendet würde. Außerdem gilt nach wie vor der Ausspruch von J.F.Kennedy "Nichts ist teurer als Ausbildung, ausgenommen Unwissenheit!"


Kein Problembewußtsein, mangelndes Verständnis und daher keine Unterstützung durch Vorgesetzte & Management; teilweise auch Vorurteile und falsche Erwartungen. Häufig werden auch strukturelle Probleme zu Verhaltensproblemen erklärt und mit Training eine Lösung erwartet.


Zu späte Einbeziehung der Betroffenen


Zwanghafter Aufbrauch von Budget oder noch vorhandenen Plätzen & Seminartourismus
 

Fehlen pädagogischer Professionalität


Lernblockaden und BlackOuts wurzeln oft im unprofessionellen Vorgehen
Zu große oder zu heterogene Teilnehmergruppe
Zu viele Details gleich zu Beginn oder noch schnell am Schluß,
bzw. zuviel Inhalt in zu kurzer Zeit. RIBOT-Regel: Langsamer Wissensaufbau wird
nur langsam vergessen, schneller Aufbau wird rasch vergessen.
Keine Vermittlung von Hintergrundwissen
Hintergrundwissen kann häufig Fehler vermeiden
Mangelnde Vorbereitung und zu wenig Methodenwechsel
Schlechte Lernumgebung


Keine Zeit & Unterstützung für die Erstumsetzung und Festigung geplant
Keine Kontrollen, auch keine Rückmeldungen über Veränderungserfolge
Falsche Erwartungen, sowohl der Teilnehmenden als auch der Vorgesetzten
Unbewußtes Umgehen von "schwierigen Bereichen"
Das, was beim Erlernen als schwer empfunden wurde, wird in der Praxis nach Möglichkeit vermieden.